Es ist so weit: Abschied aus Kuching. Am frühen Donnerstagmorgen ging es mit dem Flieger wieder zurück nach Singapur. Für uns quasi wieder etwas mehr in die Zivilisation.
Die Zeit in Kuching war richtig toll. Wir haben wahnsinnig viel gesehen und erlebt. Nicht zuletzt die vielen tierischen Begegnungen waren einfach nur beeindruckend.
Einen kurzen Panikmoment gab es noch am Flughafen von Kuching, als ein Teil der Reisegruppe meinte, ein Obstmesser im Handgepäck mitnehmen zu müssen. Upsi. Aber die Kontrolleure haben erstaunlich gelassen reagiert. Nicht unbedingt selbstverständlich.
In Singapur bekamen wir zum zweiten Mal den Stempel in den Pass und durften einreisen. Erstmals versuchten wir uns hier mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Es verkehren Bahnen (MRT) in der ganzen Stadt. Eigentlich sind es eher Kühlschränke, die verkehren. Wenn einen die Temperaturen aus dem Flugzeug nicht schon krank gemacht haben, dann spätestens die eisige Temperatur in der MRT. Ein Wunder, dass die Asiaten nicht permanent erkältet sind.
Mit verschiedenen Verkehrsmitteln gelangten wir endlich zum Airbnb. Da wir noch etwas Zeit hatten, gab es erstmal ein richtig normales Essen in einem normalen Café. Dachten wir. Das Chicken Curry, das nach Angaben des Verkäufers „just a little bit spicy“ sein sollte, war mit Abstand das Schärfste, was ich jemals gegessen habe.
Kurze Zeit später bezogen wir unsere Wohnung. Der Begriff Wohnung suggeriert jetzt, dass wir eine geräumige Unterkunft mit Küche, Bad und Schlafzimmer haben. Das ist prinzipiell nicht falsch, allerdings ist das Ganze auf aller engstem Raum vorhanden. In einem kleinen Raum befinden sich Bett, Schrank, Kühlschrank und Waschmaschine, nebenan das Bad und im Eingang quasi die Küchenzeile mit zwei Herdplatten. Es ist wirklich alles vorhanden, sogar ein Bügeleisen mit Bügelbrett. Die Koffer können wir jedoch abermals nicht beide gleichzeitig öffnen.
Einen Powernap später düsten wir los in Richtung der Church of the Holy Spirit, in der sich Philipp und Michaela am Samstag trauen lassen. Schließlich muss geprobt werden, wie die Best Men und Bridesmaids performen sollen. Nach kurzer Zeit war dies erledigt und wir machten uns auf, unser Hochzeitsgepäck bei Michaela abzuholen.
Wieder in der Unterkunft angekommen stellte sich mal wieder die Frage der Fragen: „Wo gehen wir essen?“ Glücklicherweise hatte sich dieses Problem schon im Voraus erledigt. In unserer Nachbarschaft befinden sich zahlreiche Restaurants. Das erleichtert es deutlich mehr als in Kuching, wo wir wirklich suchen mussten. Und das Beste an der Sache: es gibt Krebsrestaurants!!! Also ein absolutes Muss.
Die Bedienung in dem chinesischen Restaurant war etwas erstaunt über unsere Bestellung. Normalerweise bestellen sich Chinesen viele verschiedene Gerichte, stellen sie in die Mitte des Tisches und jeder bedient sich. Wir jedoch bestellten jeder ein eigenes Essen. Als ich ihr sagte, dass ich den Krebs alleine essen würde, war sie sehr verwundert. Aber es hat sich gelohnt – immer wieder ein Gaumenschmaus. In der Unterkunft angekommen wurde noch schnell die Waschmaschine getestet. Das Aufhängen der nassen Stücke war eine große Herausforderung in der kleinen Wohnung.


Der nächste Morgen startete gemütlich mit einem erstmaligen Frühstück in den eigenen vier Wänden. Weiter ging es Richtung Marina Bay. Die Hitze war schon wieder echt gnadenlos – es fühlt sich an, als schmelze man in den Asphalt.
Am Marina Bay angekommen besuchten wir ausführlich die riesige Mall rund um das Gebäude. Hunderte von Shops der obersten Preiskategorie befinden sich hier. Nachdem es uns dann doch irgendwann zu kalt wurde, machten wir uns auf in die Skybar „Ce la vie“. Bei kühlen Getränken konnten wir richtig gut entspannen. Den Abend ließen wir mit Philipps Eltern gemütlich ausklingen.



