So sehr das Abendessen des Nationalpark-Restaurants auch gelobt wurde („…und schlechter gegessen hatten wir auch schon“), so sehr muss diese Aussage korrigiert werden. Wir hatten geschmacklich schon deutlich schlechter gegessen, was das körperliche Wohlbefinden im Nachgang anging, war dem hier nichts zu toppen.
Das vegetarische Gericht des Vorabends mündete in einer Lebensmittelvergiftung, die es in sich hatte. Details werden an dieser Stelle erspart. Teile der Reisegruppe waren jedenfalls am nächsten Morgen weder in der Lage Flüssigkeit bei sich zu behalten, zu sprechen oder sonstige Aktivitäten zu unternehmen. Und das, wo doch der coolste Urlaubstag überhaupt bevor stand: einen ganzen Tag Wildlife-Spotting im Etosha. Dafür sollte es einmal quer durch den Park gehen, um ins nächste Camp am anderen Parkausgang zu gelangen. Es wurden Überlegungen angestellt, ob eine weitere Nacht im aktuellen Camp möglich wäre. Doch nach langer Abwägung fiel die Entscheidung, die 2,5-stündige Fahrt auf uns zu nehmen. Und es musste improvisiert werden. Für jeden Notfall.

Bei 37 Grad hangelte man sich von Toilette zu Toilette – um festzustellen, dass diese unbenutzbar waren. Eine absolute Frechheit, sowas als Klo für Besucher zu verkaufen.
Auf der Fahrt gab es so allerlei Wildlife. Elefanten, Zebraherden, Giraffen und was das Herz sonst so begehrte. Bei 80 km/h statt erlaubten 60 interessierte das allerdings keinen im Auto. Teile der Reisegruppe konnten bei dem heißen und holprigen Reifen sogar schlafen.
Im nächsten Camp angekommen war die Erleichterung groß. Endlich konnte sich auskuriert werden. Während die einen sich an Salzstangen und Cola tasteten, erkundeten die anderen das Camp eigene Wasserloch.


Der Tag endete früh mit viel Schlaf für alle – den hatten nämlich alle nötig.
