Back in the game

Aufgrund der Umstände wurde am heutigen Tag sowohl auf den Sonnenaufgang als auch auf einen allzu frühen Wecker verzichtet. Nach insgesamt 10,5 Stunden Schlaf am Stück erwachte das Team. Ganz gespannt beobachtete der Krankenpfleger seinen Patienten. Dieser sprang wie sonst üblich recht schnell auf, wuselte durch das Zimmer und korrigierte prompt die ersten am Vortag falsch eingeräumte Gegenstände in den Koffern. Ordnung muss schließlich sein. Wie üblich wurde auch recht schnell auf das Frühstück gedrängelt. Die Erleichterung war sehr groß, das Schlimmste schien überstanden: “Willlkommen zurück im Team!” Zur Feier des Tages wurde sogar das einzig mitgereiste Kleid getragen.

Beim Frühstück beobachteten Kenner jedoch noch Nachwirkungen der Erschöpfung. Anstatt in Nutella gedrängte Pancakes gab es trockene Toastscheiben. Die Feuerprobe mit fester Nahrung wurde aber mit Bravour bestanden.

Geschwächte Reisende wurden von „Wühlratten“ angegriffen.

Da wir am Vortag den kompletten Etosha Park verpasst hatten, beschlossen wir wieder etwas in den Park zurück zufahren, sodass der extra mitgereiste Fotograf zumindest noch etwas vom Park sieht. Entsprechend bedeutet dies, dass wir am heutigen Ziel, dem AfricaCat Camp entsprechend spät ankommen werden und hier Abstriche machen müssen. Der Chauffer hat gerade rückwärts ausgeparkt, da hatte der nun wache Ausguck schon die ersten Zebras entdeckt (Anmerkung der Redaktion: Unser Zimmer war direkt neben dem Wasserloch des Camps, was dem Patient des Vortages nicht bewusst war.)

Es gab kein Halten mehr. Der Fotograf breschte vor, der Rest versuchte Schritt zu halten.
Eine ganze Zebra Herde vergnügte sich am Wasserloch.

Die Zebras zählen im Team als eine der schönsten afrikanischen Tiere. Entsprechend froh war man, dass sie nun auch fachmännisch abgelichtet werden konnten. Wir möchten an dieser Stelle dem gestrigen Ersatzfotograf nicht zu nahe treten, aber eine große Kamera macht noch lange keinen guten Fotograf aus.

Im Park steuerten wir noch insgesamt vier Wasserlöcher an. Zwar blieben uns heute Löwen, Elfanten und Nashörner verwehrt, deswegen drängten sich uns alle anderen Tiere nahezu auf. 

Insbesondere die uns fehlende Nahaufnahme des geliebten Zebras wurde professionell eingefangen.
Tiere haben im Park immer Vorfahrt.

Um 12 Uhr war es dann Zeit Richtung Süden zu fahren. Schließlich wollen wir mit etwas Puffer einkalkuliert auch unbedingt noch im Hellen in unserer letzten Unterkunft ankommen.

Um 16:00 Uhr erreichten wir das Tor des Okonjima Nature Reserve.

Das Okonjima Nature Reserve bzw. auch AfriCat Camp genannt, ist ein 220 km² großer privater Park, in welchem ca. 30 freile Leoparden leben. In der Mitte des Parks befindet sich eine „eingezeunte Insel“ mit der Lodge für unsere Übernachtung.

Aufgrund der vielen freilebenden Tiere darf man im Park nicht schnell fahren. Kennen wir ja schon von Etosha.

Kaum angekommen, begeisterte die Unterkunft uns auf Anhieb. Wir waren ziemlich traurig, dass wir kaum Zeit hatten, die tolle Lodge zu genießen, schließlich müssen wir morgen rechtzeitig zum Flughafen nach Windhoek aufbrechen.

Der Blick von unserem tollen Zimmer. Ständig liefen Tiere in unserem „Fernseher“ herum.
Ein letztes mal afrikanischen Sonnenuntergang genießen. Natürlich ganz entspannt von der eigenen Terrasse aus.

Am Abend bekamen wir noch Besuch von einer dreiköpfigen Warzenschweinfamilie. Die machte es sich an unserer warmen Hauswand gemütlich und schlief dort bis zum Morgen.

Unsere Nachbarn richten sich für die Nacht ein.

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