Nachdem der Familien Urlaub letztes Jahr ersatzlos gestrichen wurde, war es nun endlich soweit. Es hieß wieder Roadsurfer Zeit oder auch „Camping Leben, Beste Leben“. Dieses Mal aber von zu Hause aus, mit mehr Gepäck, Sonne, Markiese und Campingstühlen. Hoffen wir zumindest.
Auf dem Weg zum Verleih war die größte Sorge einiger Camper die Farbe des Straßen Surfers. „Bitte nicht den Gelben, bitte nicht den Gelben. Ich frag notfalls nach nem Blauen. Ich mach das echt!“. Andere hingegen sorgten sich um das eingebaute Kühlschrankmodell, war doch im Einführungsvideo eine sehr unpraktische Kühlschublade, mit der maximal ein Pathologe für Kleintiere etwas anfangen kann, abgebildet. Punkt 10 Uhr standen die beiden Urlaubspresser dann recht ungeduldig vorm Empfangsdresen beim Campingverleih. Ein sehr netter Pfälzer wickelte die Übergabe ab. Der Camper war weder blau, noch gelb. Da es keinen Aufstand gab, schien die Farbe aber zu passen. Glück für alle Beteiligten. Nicht ganz so gut sah es mit dem Camper Modell aus. Anstatt den bewährten schottischen Knauf samt beidseitig öffnender Kühlschranktür, Panorama Küche und gemütlicher Essecke wurde es ein VW mit besagter Kühlschublade und einem Plastiktisch, der während der Fahrt auf dem Bett verstaut wird. Beides verursachte ein Nasenrümpfen bei je einem der Teilnehmer.
Nachdem die Übergabe samt Einweisung gemeistert wurde, ging es zurück nach Münklingen.

Selbstredend stand nun eine mehr oder weniger große Putzaktion auf der Agenda.

Um 16 Uhr war es dann so weit. Ein blinkender und nach Sagrotan duftender Roadsurfer verließ die Waschstraße.

Geplantes Ziel ist ein Campingplatz am Grüntensee im schönen Allgäu. Ein Unfall auf der A8 machte der Crew aber direkt einen Strich durch die Rechnung. Aus den üblichen 20 Minuten bis zur Autobahn wurden 90 abenteuerliche Harakiri Minuten.

Großes Aufatmen bei allen Beteiligten als die Durchsage „Halleluja, endlich haben wir wieder einen Strich in der Mitte“ ertönte.
Nachdem wir es endlich auf die Autobahn geschaft haben, ging es zügig vorwärts.

Ein wichtige Urlaubshandlung stand noch aus. Die Bordtoilette wollte endlich eingeweiht werden. Immerhin wurde sich dieses Mal nicht in den nächstmöglichen Sanifair Parkplatz hereingequetscht. Haben wir nun ja auch nicht mehr nötig, es wurde großzügig am Ende des Rastplatzes geparkt.
Nach dem der „größte Vorteil“ der Family Finca ausgespielt wurde, ging es nun aber wirklich zügig weiter. In weiser Vorraussicht überprüfte das mitgereiste Reisebüro die spärlichen Essensmöglichkeiten am Grüntensee. Die Gourmets im Trupp waren nicht wirklich überzeugt.
Alles kein Problem, als Roadsurfer genießt man ja die Freiheit der Straße. Schnell wurde das Navi umprogrammiert. Neues Ziel: Kempten. Erfahrenene Gourmets haben hier einen nigelnagelneuen Wohnmobilstellplatz „mit Chipkarte“ empfohlen. Nach ein zwei Schleifen wurde besagter Platz auch gefunden. Kaum eingeparkt, hieß es dann spurten. Das ausgesuchte Lokal hatte nur bis 20:30 Uhr warme Küche.
Zur Begrüßung gab es einen leckeren Aperitif.

1 Minute später stand auch schon das leckere Essen auf dem Tisch.
Langsam neigte sich nun ein ereignisreicher und anstrengender Urlaubstag dem Ende entgegen. Noch nicht alle Reiseteilnehmer sind so wirklich im Urlaub angekommen, das Allgäu zählt nicht für jeden als Urlaubsregion. Mal schauen, ob das morgen besser wird…
