Gasthaus RamsAu, wir kommen wieder

Endlich war es soweit und es hieß: a! Auf Wiedersehen „Wohn-Büro“ Ditzingen und Hallo Urlaubsparadies Bayern.
Da die Impfquote innerhalb der Reisegruppe nur bei 50% Prozent liegt und somit noch keine Herdenimmunität erreicht ist, musste vor der Abfahrt erst noch ein Corona Test bestanden werden. Nach ein paar Tränen ging es dann auch prompt los und die vollgepackte Familienkutsche rollte los ins Urlaubsvergnügen.

Leider waren wir nicht die Einzigen mit dieser Idee. Die Autobahn war vollgestopft mit Urlaubern, Wohnmobilen, Wohnwagen und Holländern. Entsprechend zäh gestaltete sich auch die Autobahnfahrt und wir kamen nur sehr schleppend voran. Kaum war die Landesgrenze nach Bayern überquert, wurde auch schon die erste Pipipause angemeldet. Zu allem Überdruss kollidierten wir dabei mit der Sanifair-Pause zweier bulgarischer Reisebusse. Experten vermuteten: Erntehelfer.
Anstatt Stau auf der Autobahn hieß es nun Stau vor der Pipibox. Paradoxerweise hatte nach der Pause der Teil der Gruppe Pipi gemacht, der gar nicht musste und der Teil der Gruppe der musste, kam gar nicht zum Zug. Das bulgarische Toiletten Tohuwabohu gepaart mit unverträglichen Gerüchen ließen eine entspannte Blasenentleerung einfach nicht zu. Man könnte also sagen, die Pause war ein richtiger Griff ins Klo, schließlich wurden 70 Sanifair Cent einfach mal die Toilette hinuntergespült. Das Schwabenherz blutete.
Also hieß es ab ins Auto und weiter zum nächsten Rasthof. Glück gehabt, dort lief nun alles gut. Blase leer, Tank voll und weiter geht’s.
Nach 4 Stunden das erste große Highlight der Reise. Auf Wunsch des Geburtstagkindes ein kleiner Erfrischungsstop im Kloster Andechs. Treue Leser des Blogs erkennen hier Parallelen zu unserem letztem großen Urlaub.
Im Klostergasthof gab es einen leckeren „Andechser Schmankerlteller“, welchen sich die Gruppe teilte. Aufgrund des nassen Wetters leider nur drinnen und nicht im schönen Biergarten. Anschließend wurde postwendend ein weiterer Geburtstagsjoker gezogen: Es ging hinauf in die „ungeliebte“ Touriabfertigung, dem Andechser Braustüberl. Bei herrlicher Aussicht ließ sich ein Teil der Gruppe ein frisches Andechers Hell aus dem Holzfass schmecken.

Anschließend ging es los zur letzen Etappe bis nach Obersteinbach, dem Örtchen unserer Unterkunft.
Nach einer starken Einparkleistung wurden wir von unser Gastgeberin äußerst herzlichst empfangen.
Unser Zuhause für die nächsten 12 Tage gefällt uns wahnsinnig gut: eine sehr gemütliche Einzimmerwohnung mit vielen Winkeln und Dachschrägen, einer schönen Küche und Balkon.

Geschwind wurden noch alle Türgriffe desinfiziert, bevor es dann auch schon auf zum Abendessen ins Gasthaus RamsAu ging. Wie im letzten Urlaub war auch dieses Mal das erste Gasthaus ein Volltreffer, weshalb wir in den nächsten Tagen sicherlich wieder hier aufschlagen werden. Dieses Mal dann hoffentlich bei tollem Wetter, sodass wir im schönen Außenbereich sitzen können.

Nach einer sehr erholsamen und langen Nacht stand nun für Teile der Gruppe einer der wichtigsten Momente im ganzen Urlaub an: Der erste Gang zum unbekannten Bäcker.
Mit der Auswahl und der Qualität des Bäckers steht und fällt nämlich die Morgenlaune für die nächsten 12 Tage. Entsprechend wurde mit voller Mannschaftsstärke ausgerückt. Und wir hatten Glück, aufatmen in der ganzen Gruppe!

Ähnlich wie in Frankreich bestellten die Profis auch hier ihre „Laugenstangerl“ in der Landesprache.
Das Frühstück bei herrlichem Ausblick in der Gaube schmeckte vorzüglich, manch einer fühlte sich gar wie ein König.

Auf Grund des starken Regens dient der heutige Tag hauptsächlich der Entspannung. Die Stunden nach dem Frühstück waren zur freien Verfügung. Lesen, Lernen, Bloggen, Soapen, … Einfach gemütlich im Urlaub ankommen und entspannen.

Irgendwann wurden einige Urlauber dann aber so unruhig, dass es doch noch nach draußen ging. Ein kleiner Spaziergang schadet schließlich nicht. Alle freuten sich.

Nach einer erfrischenden 90 minütigen Regentour erreichten die Wanderfreunde das erste Etappenziel, das Kloster Benediktbeuern im gleichnamigen Nachbarort. Vollkommen durchnässt wurde spontan eine Pause zum Aufwärmen und Stärken im Klosterbraustüberl eingelegt.

Relativ schnell ging es aber weiter, schließlich wurde auf dem Hinweg von der Reiseführung noch ein ansprechendes Café, die Ludlmühle, als Reiseziel auserkoren. Nach weiteren 60 Minuten erreichte man dieses auch. Zur Belohnung der Strapazen gab es einen leckeren Apfelkuchen samt Kaffee. Um 18:00 Uhr war die Gruppe wieder zu Hause. Nach einer heißen Duschen und einem Tee wird der erste Urlaubstag auf der Couch gemütlich beendet.

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