Das Gold vom Schliersee

Ähnlich wie gestern waren heute 80% Regenwahrscheinlichkeit gemeldet. Und ähnlich wie gestern war das Wetter im Nachhinein wieder super.
Gewünscht waren weder Bergsteigen, noch Fahrradfahren, bevorzugt lieber etwas Gemütlicheres. Die Gruppe hatte ihren Sportsoll für diesen Urlaub schon bei weitem übertroffen, nun sollte gegen Ende auch die Erholung nicht zu kurz kommen. Entsprechend träge wurde auch in den Tag gestartet. Der Brötchenservice reizte die maximal mögliche Anzahl an Schlummerminuten im morgendlichen Bett heraus. Ein letztes Mal ging es mit dem Rad zum Bäcker, ein letztes Mal wurden „Laugenzopfal“ bestellt und ein letztes Mal wurde gemütlich in unserem königlichen Speisesaal gefrühstückt. Ab Morgen heißt es wieder Alltag inklusive früh aufstehen und Müsli unter der Woche.

Nach Tegernsee, Kochelsee, Walchensee, Starnbergersee, Eibsee/Albsee hieß es heute nun Schliersee. Man könnte fälschlicherweise meinen, die Reisegruppe besteht überwiegend aus Wassersportfreunden. Der Schein trügt. Tatsächlich hatte es sogar ein einziger Teilnehmer der ganzen Gruppe geschafft, niemals mehr wie einen Zeh ins Alpenwasser zu tauchen. Entsprechend war auch heute der Schliersee nicht das eigentliche Ziel des Tages. Vielmehr hat sich ein Urlauber die Besichtigung der am Schliersee liegenden Slyrs Whiskey Destillerie (richtig ausgesprochen übrigens SCHLIERS) gewünscht.

Ausflugsziel des heutigen Tages

Dem ein oder anderen Leser des Blogs mag eventuell die ebenfalls naheliegende Lantenhammer Brennerei ein Begriff sein, welche von den Eltern der noch recht jungen „SLYRS Brüder“ betrieben wird.

Die Führung startete mit einem ansprechenden Marketingfilm, der tolle Bilder rund um den Schliersee zeigte.
Die Audiospur wurde leider aufgrund von Sprachbarrieren wenig bis gar nicht verstanden. Im Anschluss machten sich die Whisky Pioniere auf zur Besichtigung der Produktionsanalage. Glücklicherweise erwischten wir einen guten Zeitpunkt, weshalb wir die ganze Tour über die einzigen Whisky Touris waren. Sehr entspannend! Mit Hilfe von gut geschriebenen Infotafeln wurde während des Rundgangs das Whisky Handwerk veranschaulicht. Sehr zur Freude aller Teilnehmer handelte es sich dabei auch um die tatsächlichen Produktionsanlagen, wir konnten somit den Destillateuren bei ihrer täglichen Arbeit zu schauen. Die von uns heute beobachtete Maische wird höchstwahrscheinlich in drei Jahren als Whisky zu erwerben sein.

Whisky Touristen informieren sich über das Maischen
14 Stunden dauert die zweifache, aromaschonende Destillation

Nach der Destillation muss der Mittellauf des Destillats per Gesetz bis zu 3 Jahre reifen. Bei SLYRS erfolgt dies in einer beeindruckenden Lagerhalle voll mit Eichenfässern.

Bei SLYRS werden nur wertvolle Qualitätsfässer aus amerikanischer Weißeiche der Fass-Manufaktur „World Cooperage“ verwendet.

Wie jede gute kulinarische Führung endete auch die heutige Besichtigung mit einer kleinen Probe.
Bei schöner Aussicht konnten man noch einen Schluck der Empfehlung des Hauses verkosten. Wer wollte kaufte im Anschluss noch eine Flasche für den heimischen Fuselschrank.

Whisky Panorama

Nach diesem Highlight ging es prompt weiter zur Süßwaren Verkostung. Schließlich sollte am letzten Urlaubstag für jeden etwas dabei sein. Serviert wurden der erste Germknödel des Urlaubs (schmeckte vorzüglich) sowie ein Blaubeerpalatschinken, bei herrlicher Aussicht auf den See.

Beste Germknödel des Urlaubs
Dichtes Gedrängel am Nordufer

Im Anschluss ging es schon wieder nach Hause, etwas lesen und entspannen. Ausgeklungen wurde der letzte Urlaubstag beim bewährten Italiener im benachbarten Bad Heilbrunn. Wie üblich wurde sich hier schon beim letzten Besuch ein Pasta Gericht herausgesucht, welches noch probiert werden wollte. Sowohl die Tischpizza als auch die Nudeln schmeckten vorzüglich.

Hobbyvegetarier bei der Arbeit

Ein kleines Unglück passierte dann leider aber doch noch. Tatsächlich ist ein Urlauber während des Essens im Sitzen auf einer Walnuss ausgerutscht und hat sich dabei das Schienbein am Tisch angeschlagen. Äußerst schmerzhaft!

Zu Hause angekommen raste umgehend der Packdampfer durch die Wohnung. Innerhalb von 15 Minuten sind alle Koffer gepackt, nur noch das Nötigste steht in der Wohnung. Somit endet auch (gefühlt viel zu kurz) unser diesjähriger Sommerurlaub. Nächstes Jahr vielleicht wieder ohne Maske und ganz vielleicht auch mal wieder im Ausland. Wir werden sehen. 🙂

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