Pumba, wohin man schaut

Der Morgen startete wieder einmal unterschiedlich innerhalb der Reisegruppe. Während die einen noch schliefen, machten sich die anderen für den Sonnenaufgang bereit. Dabei hatten sie die Rechnung ohne die Sonne gemacht. Diese ging nämlich hinter dem Hügel hinter der Lodge auf und war somit nicht wirklich zu sehen.

Auf 8 Uhr waren die Reisegruppe und die Köchin des Vorabends zum Frühstück verabredet. Wieder mal ein Date, das nur unangenehm werden konnte. Ganz allein in dem großen Speisesaal mit der vollen Aufmerksamkeit der Köchin. Sie sieht einfach alles. Wenn man seine Suppe nicht aufisst (weil Tütensuppe), wenn man die Aufbackbrote zur Suppe liegen lässt, weil Speck drin ist, wenn man versucht, das Abendessen möglichst aufgegessen aussehen zu lassen, obwohl man kaum was gegessen hat und zu guter Letzt wenn man den halb aufgetauten Nachtisch nur anknabbert. Die Vorfreude aufs Frühstück war riesig!

Doch, wie es oft so ist, je weniger Hoffnung man hat, umso weniger kann man enttäuscht werden. Und es passierten noch Wunder. Das Frühstück war (für deren Verhältnisse) echt top.

Nach einem kurzen WLAN-Stop am Hauptgebäude (Internet wird hier zunehmend echt schwieriger) ging es gemütlich weiter die C27 in Richtung Sesriem, wo wir die Agama Lodge ansteuerten. Der Weg dorthin war wie immer abenteuerlich. Und wieder einmal mehr als erstaunlich, dass sich die Landschaft immer wieder innerhalb kürzester Zeit komplett verändern kann. Wer dachte, Afrika kann nur Savanne, der hat sich echt getäuscht. Rote Sanddünen, dann wieder schwarzer Fels und zwischendurch einfach nur Schotter. Glücklicherweise lief immer mal wieder in kleines Wildlife vor die Linse. Heute hoch im Kurs: Oryx und andere kleine Böcke.

In Sesriem angekommen wurde kurz getankt, wenn es schon Benzin gab. Und dann ging’s nochmal 48 Kilometer weiter zur Agama Lodge. Auch wieder mitten im Nichts.

Die Lodge zeichnet sich dadurch aus, dass sie sich das Gebiet mit Warzenschweinen teilt. Hier laufen also ganz viele Pumbas rum. Entsprechend riecht es auch überall. Wer hätte gedacht, dass die witzigen Viecher so bestialisch stinken.

Zum Abendessen gab es heute Buffet. Darunter auch Oryx, sehr zur Freude der Fleischesser. Während des Essens liefen immer wieder Pumbas durch die Gegend.

Im Anschluss ging es auf eine „Stern und Skorpion Tour“. Diese beinhaltete einige Erklärungen über den Sternenhimmel. Man konnte froh sein, wenn man hier noch nicht eingeschlafen ist. Schließlich kam die spannende Skorpioneinheit erst danach. Der Guide gab sich größte Mühe, eines der Biester zu finden. Er hob Stein um Stein an, um mit Schwarzlicht nach den reflektierenden Skorpionen zu suchen. Und tatsächlich gab es einige zu sehen.