Der Morgen startete mit einem Déjà-vu zur Kalahari vor zwei Tagen. Ein Teil der Truppe versuchte zumindest bis zum Wecker zu schlafen, der andere tigerte auf dem Balkon hin und her und beobachtete den Sonnenaufgang über dem Fish River Canyon.

Mit dem ersten Sonnenlicht gab es dann auch keine Ausreden mehr und es ging auf zum Frühstück. Wie das gestrige Abendessen war auch das Frühstück vorzüglich, der heutige Tag kann somit nur super werden. Als Tagesaktivität haben wir uns für heute extra etwas ausgesucht, was wahrscheinlich sonst kein Tourist hier unternimmt. In Afrika eignet sich für diesen Zweck wahrscheinlich eine Fahrradtour sehr gut.

Und unser Plan ging auf, wir hatten tatsächlich einen privaten Guide. Kurz wurden die E-Bikes erklärt, „+“ gibt Gas, „-“ nimmt Gas herunter, wir sollen einfach etwas während der Fahrt herumspielen. Viel Herumspielen war leider nicht, denn unser namibischer Jan Ullrich fuhr einen ganz heißen Reifen, für uns hieß das einfach nur „+“ bis zum Anschlag und hinterher trebbeln.
Die Fahrradwege in Namibia sehen etwas anders aus als bei uns in Deutschland. Ähnlich wie die Autofahrer bevorzugen die namibischen Radler natürlich den Schotter vor dem Asphalt. Ansonsten sind sie auch etwas schmaler und verzichten weitestgehend auf eine Beschilderung, ein Guide hat somit schon seine Vorteile.

Der Ausflug stellte sich als wahrer Glücksgriff heraus. Zum Einen machte die mobile Ganzkörpermassage richtig Spaß und zum Anderen erreichten wir mit den Fahrrädern Aussichtspunkte, welche für uns weder zu Fuß noch mit einem Auto erreichbar wären. Immer wieder gab es auf der Strecke sogenannte „Challenges“, welche im Endeffekt eine etwas holprigere Berg- und Talstrecke darstellte. In Deutschland könnte man hierzu auch Klettersteig sagen. Beim Runterfahren musste man aufpassen, dass man nicht zu schnell wurde und die Kontrolle verliert, beim Hochfahren musste man aufpassen, dass man nicht zu langsam wurde und ebenfalls die Kontrolle verlor. Ansonsten lag man sehr schnell oder musste schieben. Unser Rennstall kann beide Effekte bestätigen.





Nach ca. 2,5 Stunden waren wir erschöpft, aber sehr zufrieden, wieder zurück. Nun konzentrierten wir uns auf das, weshalb wir überhaupt in die Fish River Lodge gefahren sind: Die Fish River Lodge!
Tatsächlich schaffte es das ganze Team nun in den Pool und zog bis zu vier Bahnen.



Nach dem Schwimmen kam natürlich der kleine Mittagshunger, welcher mit einer kleinen Portion Pommes bekämpft wurde. Die Pommes lockten aber auch eine ganze Armada von penetranten „Black Birds“ an, die ebenfalls an der Mahlzeit teilnehmen wollte. Weder bewährtes Taubenklatschen noch Schläge auf den Tisch halfen nicht, wir mussten uns und die Pommes in Sicherheit bringen. Dies sollte auch nicht der einzige Vorfall mit den Vögeln sein, trat wenig später noch ein Urlauber barfuß in ein „Vogelhäufchen“ und wurde anschließend noch mit einem Häufchen auf der trocknenden Badehose verhöhnt.
Ansonsten verging der Nachmittag in der Lodge wie im Flug. Schnell wurde es Abend und zwei spannende Ereignisse bahnten sich an. Von irgendwoher kam auf einmal eine Ladung chinesischer Gäste, welche die Influencer in den eigenen Reihen so richtig in den Schatten stellten. Großes Kino für das ganze Team.

Kurz darauf folgte natürlich der beliebte afrikanische Sonnenuntergang. Dieses Mal jedoch ganz entspannt ohne Touri Programm vor der Lodge.


Nach dem mal wieder sehr leckeren Abendessen ging es recht schnell zurück zu unserer Hütte. Morgen steht eine der längsten und schottrigsten Strecke auf dem Programm, weshalb die Ralley Besatzung früh ins Bett möchte.
