Von Affen und Katzen

Geschafft! Nach 32 Stunden reisen und zwei neuen Stempeln im Reisepass sind wir endlich am Zielort angelangt: in Kuching!Mit dem kürzesten Flug überhaupt ging es von Stuttgart nach Zürich und weiter nach Singapur. Obwohl zwölf Flugstunden schon sehr lang sind, wusste sich jeder zu beschäftigen. Während die einen an ihrer Trauzeugenrede feilten versuchten die anderen, sich von den saufenden Sitznachbarn mittels Bordentertainment abzulenken. Dank der „Es ist zwar erst 16 Uhr aber wir simulieren die Ortszeit von Singapur“ – Methode war es ab 16 Uhr dunkel im Flieger und selbst die nervigsten Sitznachbarn ruhig.In den frühen Morgenstunden erreichten wir Singapur. Um unser Gepäck etwas zu erleichtern und die Hochzeitsgarderobe abzuwerfen, machten wir uns via Taxi auf den Weg zum Brautpaar. Der Taxifahrer war ganz begeistert, Passagiere aus Deutschland im Gepäck zu haben und fragte pausenlos. Er behauptete felsenfest, bei seiner ersten und bisher einzigen Deutschlandreise täglich 11 Würste gegessen zu haben.Beim Brautpaar angekommen ging es nach einem kurzen Zwischenstop gemeinsam zum Frühstücken in den nächst gelegenen Openair Foodmarket. Und gegen Huhn mit Reis und einem Kaffee ist morgens um 9 auch nichts einzuwenden – man passt sich ja immer den lokalen Gegebenheiten an. Weiter ging es in den benachbarten Stadtdschungel. Innerhalb kürzester Zeit sahen wir Dschungelhühner (es gibt sie wirklich!), Eidechsen und Affen. So schnell geht’s.Lange konnten wir leider nicht bleiben, denn unsere Reise ging in Richtung Borneo weiter. Mit einem zunächst sehr wackeligen AirAsia-Flug erreichten wir die wahnsinnig grüne Insel. Kuching, die Stadt der Katzen. Es liegt im malaysischen Teil von Borneo im Bundesstaat Sarawak. Eine weiter Taxifahrt später und seit unserer Abreise in Stuttgart maximal zwei Stunden Schlaf konnten wir unsere Unterkunft beziehen. Rustikal, für asiatische Verhältnisse sauber und mit normaler Toilette. Was will man mehr? An das sogenannte „Duschklobad“ gilt es sich dennoch erst wieder zu gewöhnen.Nach einem ersten Abchecken der Umgebung ging es ins nächst beste Restaurant. Was wir genau gegessen haben kann nicht mehr genau rekonstruiert werden. Geschmeckt hat es gut, mehr möchte man gar nicht wissen.Leider verpassten wir es, einen Wecker zu stellen, um den Jetleg abzubauen. Nach gemütlichen 15 Stunden Schlaf ging es um 12.30 Uhr auf Frühstückssuche, was sich nicht unbedingt einfach gestaltete, wenn man gewisse europäische Ansprüche mitbringt. Im Touricafé Nummer eins servierte man uns schließlich Schoko Muffins und American Breakfast.Und dann konnte es ausgeschlafen und wohl genährt endlich auf Entdeckungstour gehen.Kuching liegt am Fluss Sarawak, mit kleinen Longboats, viel Müll im Wasser aber dafür einer tollen Uferpromenade. Überall befinden sich Katzenstatuen, kleine Garküchen und viele kleine Geschäfte. Man sollte meinen, die Menschen hier seien Touristen gewohnt. Trotzdem werden wir viel angestarrt und auch oft gegrüßt. Auf der Suche nach den Busstationen für die kommende Tage konnten wir die Stadt und ihre urigen Geschäfte super kennenlernen.Richtiger Schwabentrick übrigens: spätes Aufstehen lässt eine Mahlzeit sparen 🙂Nach zahlreichen Malls, Souvenirständen und einem Gingerbeer später ging es weiter zum Abendessen. Auch hier führte sich das Personal höchst seltsam auf und gackerte ganz aufgeregt um uns herum.Highlight des Tages: es gibt TimTams!

Ein Kommentar

  1. OMG TIM TAMS!!!!!

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