Der absolut traurigste Urlaubstag kam mit großem Anlauf und schlug ein wie eine Bombe: der Roadsurfer musste zurückgegeben werden. Wie traurig geht’s eigentlich. Der Kastenwagen, der für zwei Wochen unser Zuhause war, ist uns schon ganz schön ans Herz gewachsen.
Los ging der Morgen allerdings auf dem Campingplatz nahe des Flughafens von Edinburgh. Mit Wecker startete die Reisegruppe, um auch alle Erledigungen rechtzeitig schaffen zu können. Denn der Roadsurfer musste um 12 Uhr abgegeben werden. Nach einem schnellen Frühstück wurden die restlichen sieben Sachen zusammengepackt und versucht, alles in den Koffern zu verstauen. Die erste große Herausforderung.
Nach erfolgreichem Packen ging es dann ans Säubern des Campers. Eine kleine Kehrwoche sollte laut Verleiher reichen. Und darin sind die Schwaben bekanntlich ja richtig gut. Als Sahnehäubchen wurde sogar noch das Bad mitgemacht.
Schneller als gedacht waren alle startklar. Fehlte nur noch, das Frischwassser komplett abzulassen, ebenso wie das Abwasser und zu guter Letzt die Lieblingsaufgabe: die Toilette. Jeder hatte seine Aufgabe gefunden und mit Bravour gemeistert.



Los ging also die letzte Fahrt. Und die hatte es in sich. Zwischen drei Nahtodeserfahrungen wurde noch kurz getankt und sich mehrmals verfahren. Aber, die gute Nachricht ist, um 11 Uhr rollte der schnittige Camper mitsamt seinen Insassen auf dem Roadsurfer Gelände ein. Zuvor wurden die Koffer noch am Hotel abgestellt. Im Roadsurfer Headquarter wurden die übrigen Lebensmittel ins Regal geräumt, an dem sich wieder andere Roadsurfer bedienen können.
Nach einer kurzen ersten Inspektion durch das Roadsurfer Personal kam die erste Reklamation ihrerseits: im Bad musste mit Lappen, Handschuhen und Putzmittel von Roadsurfer nochmal ran. Doch das war schnell gemacht. Dann wurde noch ein Schaden an einem Fliegengitter aufgenommen und schon war die Prozedur zu Ende. Jetzt hieß es Abschied nehmen. Wirklich traurig. Es war uns eine Ehre, schnittiger Roadsurfer!


Mit dem Bus ging es dann nach Edinburgh City. Ganz komisches Gefühl, auf einmal wieder ein „normaler Touri“ zu sein, der sich für den Bus anstellt. In Edinburgh angekommen wurden nochmal ein paar Spots besucht. Überall standen noch Absperrungen vom royalen Besuch des Vortags herum. Hier wurde King Charles auch in Schottland nochmal gekrönt. Oder so ähnlich. Das Wetter war verhältnismäßig auch ganz okay, nur ein paar Mal etwas Regen.







Glücklicherweise konnte dann auch endlich noch ein Programmpunkt abgehakt werden, der bei dem ein oder anderen Reiseteilnehmer ganz oben auf der Liste stand: Scotch Eggs essen. Das sind Eier, die in Brät paniert werden. Ein Traum für jeden Veggi. Während sich die einen noch zwei Kuchen rein stopften, machten sich die anderen über die „Kinderportion“ Scotch Eggs her. Kurze Zeit später fand sich die Reisegruppe in einem Pub wieder, das der ein oder andere schon als seine „Stammkneipe“ bezeichnete. Ein paar Mango Bier, eine kleine Bierprobe und einige Sauvignons später ging es dann zum Abendessen. Heute mal wieder Italiener. Von dort aus ging es ins Sallys Bell, einem Pub, in dem es gute Livemusik geben soll. Und dem war tatsächlich so. Ziemlich cooler Laden! Einige Kaltgetränke später ging es dann wieder mit dem Bus Richtung Hotel.




