Keetmansnixlos

Die Nacht auf der Bagatelle Game Ranch war sehr erholsam. Da heute lediglich ein Reisetag mit einem Transit Stop in Keetmanshoop auf dem Programm Stand, durfte die Reisegruppe auf den Sonntag ausschlafen (07:15 Uhr). Der ein oder andere hielt es aber nicht ganz so lange in den Federn aus und beobachtete von unserer Terrasse aus den Sonnenaufgang über der Kalahari.

Guten Morgen Kalahari.

Nachdem dann auch alle Touristen auf den Beinen waren ging es auf zum Frühstück. Wie bei jedem morgendlichen Frühstücksmarsch im Ausland war die Stimmung wieder sehr angespannt, schließlich kann man nie wissen, was man serviert bekommt. Die Sorgen waren glücklicherweise unbegründet, denn das Frühstücksbuffet war vorzüglich. Neben überragenden Croissants gab es nämlich auch noch ein versiegeltes Nutella Glas. Die Stimmung war prächtig. Nach dem Frühstück ging es dann wieder zurück auf unsere Terrasse für einen zweiten Kaffee.

Das Frühstück, die wichtigste Mahlzeit des Tages.
Vorbereitung auf die nächste Etappe.

Beim Packen des Koffers wurde dann auch die erste Verlustmeldung des Urlaubs verkündet. Bei einem treuen „Wanderschuh“ aus Australienzeiten löst sich die Sohle ab. Für die verbleibende Reise verbleibt dem Urlauber somit noch ein paar Sneakers und Flipflops. Wir sind gespannt.

Abfahrt!

Mit neuem Fahrer ging es dann los Richtung Keetmanshoop. Für die ersten 26 km Sand und Schotterpiste brauchte die Landcruiser Besatzung eine gute Stunde. Wieder auf der Teerstrasse angekommen, ging es mit einer Reisegeschwindigkeit von 110km/h wieder deutlich zügiger voran. In Mariental wurde trotz halb vollem Tank wieder vollgetankt. Sicher ist sicher, die seltenen Tankstellen hier haben scheinbar nicht immer offen oder Benzin auf Lager. Unsere derzeitige Quote beträgt zwei erfolgreiche Tankvorgängen bei vier angefahrenen Tankstellen. Abgesehen vom Tanken, den üblichen Sanifair Stops und ein oder zwei Kurven war die Fahrt recht ereignislos.

Die B1 in Namibia, die Kurven kann man an einer Hand abzählen.

Nach drei weiteren Stunden erreichten wir endlich unser Etappenziel, das Quiver Inn Guesthouse in Keetmanshoop. Die Stadt zählt laut Reiseführer als kleine Hauptstadt Südnamibias. Tatsächlich besteht die Stadt aber aus einer Hauptstraße mit ein paar Querstraßen und erweckt eher das Gefühl eines verschlafenen Nestes statt einer pulsierenden Großstadt. Manch einer könnte es auch als gruselig bezeichnen. Zu allenlm Überfluss wurde auch noch unser geplanter Supermarkt Ausflug gestrichen, scheinbar ist heute Sonntag und da haben auch in Namibia die Läden zu.

Aber alles nicht schlimm, schließlich wollten wir heute sowieso einen entspannten Tag am Pool verbringen und die vielen Eindrücke von gestern verarbeiten. Paradoxerweise hat das Poolwasser trotz brütender Hitze quasi Minusgrade. Die Härtesten der Truppe schafften zumindest eine kleine Kneipp Einheit.

Entspannung am Pool.
Der Innenhof der Unterkunft.
Leseeinheit nach der Erfrischung am Pool.

Punkt 18:00 Uhr rückte die hungrige Gruppe wieder aus. Mangels Alternativen marschierten wir in die nahe gelegene „Knobelbar“ Schützenhaus. Sagen wir mal das Essen hatte Keetmanshoop Qualität. Rindermedaillons, Kingclip Filet und eine Flasche Wasser für insgesamt 20 Euro, da konnten wir uns zumindest nicht über den Preis beschweren. Nach ca. 45 Minuten ging es dann auch wieder zurück. Bei einer gemütlichen Runde Canasta lassen wir den Abend ausklingen. Morgen geht es wieder recht früh los in Richtung Fish River Canyon, ein großes Highlight dieser Reise. Wir sind schon voller Vorfreude.

Gäbe es in Keetmanshoop Bordsteine, wären diese schon längst hochgeklappt.
Beim Heimweg war es schon „zapfenduster“.
Wir sagen Gute Nacht Keetmanshoop.

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