Irgendwo im Nirgendwo. So könnte man die diesjährige Destination der Reisegruppe beschreiben. Finnisch Lappland. Um um 16.55 Uhr Ortszeit in Rovaniemi anzukommen, muss man um 7 Uhr in der Stuttgarter S-Bahn sitzen. Um 10 Uhr dann im Flieger nach Berlin. Und um 13.10 Uhr in der Maschine nach Rovaniemi.


Die Mitreisenden wurden von Flug zu Flug angenehmer. Auf den knapp 3 Stunden ab Berlin durfte sich die Reisegruppe über ein niegelnagelneues Flugzeug freuen. Und noch besser: über eine eigene 3er-Reihe. So lässt es sich fliegen.

Über kleine Inselgruppen und dicke Eisschollen flog man, ehe es in Rovaniemi, der Heimat des Weihnachtsmanns, runter ging. Mit unter einer der süßesten Flughäfen überhaupt.

In einer großen Halle sitzen diejenigen, die gleich nach Helsinki aufbrechen und es kommen die Frischlinge an. Wer Durst mitgebracht hat kann sich für geschmeidige 4 Euro ein 0,5l-Wasser gönnen.


Die Gepäckausgabe gestaltete sich ebenso süß wie die Ankunftshalle des Flughafens versprach. Keine Hektik, kein Stress und kein Tumult, wie man es sonst überall auf der Welt erlebt. Dafür wäre es aber auch einfach zu klein da drin – mit 2 Gepäckbändern ist der Flughafen sowieso schon zu gut ausgerüstet.
Zur Erleichterung aller Reiseteilnehmer schafften es beide Koffer mit der Gruppe nach Finnland. Ein Glück. War man doch nicht auf ein Nichterscheinen vorbereitet. Nach diesem erfreulichen Moment konnte es zu Europcar gehen, um den Mietwagen abzuholen. Service wird hier ganz groß geschrieben. Am Mietwagen selbst nimmt einen niemand in Empfang oder zeigt einem das Auto. Viel mehr läuft man selbst mit seinem Schlüssel durch die Gegend und hofft, irgendwo das passende Gefährt zu finden.

Mit überragender Lenkradheizung ging es zügig zum nächst besten Supermarkt, um den Wasserhaushalt aller aufzufüllen. Und von dort aus dann direkt Richtung „Santa Claus Village“, in dem es guten Lachs geben sollte.

Und der Salmon Place hielt, was er versprach. In einem kleinen beheizten Tipi wurde frischer Lachs über dem Feuer zubereitet. Leider oder vielleicht auch zum Glück wurden nur so viele Lachse aufgelegt, wie auch Bestellungen waren. Dafür musste die Reisegruppe ganz schön lange warten. Doch es hatte sich gelohnt. Der massiv große Lachs war so lecker – saftig, mit Salzkruste und on Point. Sehr zu empfehlen.

Eine Räuchereinheit später konnte die Reise zur Unterkunft „Lake Lodge Kiehnlein“ angetreten werden. Geschmeidige 15 Autominuten entfernt, an einem See, liegt der kleine Bungalow. Und glücklicherweise schon vorgeheizt. -3 Grad fühlen sich hier doch deutlich kälter als im Schwabenland an.



