Weil Städtereisen ja schon ganz schön anstrengend sind, wurde heute mal so richtig ausgeschlafen. Ist ja schließlich Urlaub. Voller Energie ging es erneut zur sehr leckeren Emmery‘s Bageri, um dort zu frühstücken.

Das erste Tagesziel sollte Schloss Amalienborg sein, die Residenz der Könige von Dänemark in Kopenhagen. Täglich um 12 Uhr findet hier die Wachablösung statt. Ein touristisches Spektakel, das man sich natürlich nicht entgehen lassen sollte. Da die Reisegruppe Pünktlichkeit sehr schätzt und im Reiseführer darauf hingewiesen wurde, rechtzeitig da zu sein, fand man sich um 11.15 Uhr auf dem großen Platz ein.


Die Zeit wurde von den einen damit verbracht, die Bestandswachen versuchen zu fotografieren, ohne dass sie direkt los laufen. Die anderen echauffierten sich über die hohen Toilettenpreise, die ja Wucher seien. Immerhin gab es Gruppenrabatte.
Im Hop On Hop Off Bus am gestrigen Tag wurde noch von der Wachablösung erzählt: jeden Tag, pünktlich um 12, riesen Spektakel, wenn die Königsfamilie da ist wird um Musik erweitert.
In voller Erwartung, aus welcher Richtung die „frischen“ Wachen nun anmarschiert kommen, musste man nur gute Ohren haben. Von Weitem konnte man ein Blasorchester spielen hören. Und schnell waren dann auch die ganzen Fellmützen zu sehen.

Wie im Bus vorhergesagt: ein Spektakel. Zig Touristen buhlten um den besten Fotospott. Und das Orchester marschierte einmal über den gesamten Platz und blieb jeweils vor den Wachen stehen. Wir erinnern uns – wenn Musik gespielt wird, ist die Königsfamilie da. Ist wohl eher selten der Fall, daher kann man hier von Glück sprechen.
Eine ganze Stunde ging die Prozedur. Erst wurden zahlreiche Lieder gespielt, Kommandos gegeben und Formationen eingenommen (Formation Schildkröte war leider nicht dabei). Und zwischen all den Liedern ertönte „Viva la vida“ von Coldplay in der Blasorchesterversion. Hat was!

Irgendwann verabschiedete sich das Orchester, ein paar Formationen blieben aber noch stehen. Die meisten Touris packten zusammen und gingen – war auch ganz schön kalt. Nicht so die Reisegruppe. Schließlich war man für die Wachablösung gekommen und nicht für ein Konzert. Gut Ding brauchte Weile. Und dann war es so weit: die armen, durchgefrorenen Wachen wurden abgelöst. Natürlich auch unter großem Brimborium, einfach tauschen wäre auch zu leicht.

Aufgrund Kälte und langem Stehen brauchte es erstmal einen Pitstop, bevor es weiter gehen konnte.

Der nächste Anlaufpunkt des heutigen Tages sollte der Reffen Street Food Markt sein. Da dieser ziemlich weit aus der Innenstadt entfernt lag, gab es nur zwei Möglichkeiten, dorthin zu gelangen. Einmal um die ganze Stadt fahren oder 2 Minuten mit dem „Hafenbus“. Long Story Short: die Gruppe landete auf dem Schiff.


Immer in Reichweite des Ausgangs für 2 Minuten in Ordnung. Und das Ganze auch noch umsonst. Am anderen Ufer angekommen ging es noch ein paar Schritte, bevor man mitten im Street Food Markt stand. Ein ziemlich cooler Spot, der aus ausgedienten Schiffscontainern zusammengebaut war. Ein absolutes Highlight in Kopenhagen.




Hier gab es nichts, was es nicht gab. Und viel los war auch noch nicht. Da die Reisegruppe noch etwas flau im Magen unterwegs war, fiel die Wahl auf ein bekanntes Gericht bei der Nationalität des Vertrauens.

Weil es draußen ziemlich windig war, konnte man in einer großen Halle und bei Wärme sitzen. Der Platz wurde direkt genutzt, um die Kickergene der Reisegruppe zu testen. Kurbeln natürlich verboten. Leider hatte manch einer Waldi in der Mannschaft…



Zurück ging es dann zu Fuß durch Christiania, dem nebenliegenden Viertel und einer Freistadt in Kopenhagen. Alles total alternativ und ein bisschen schräg, aber absolut sehenswert.



Und zu guter Letzt ging es dann noch zur empfohlenen Meyers Bageri, da es hier die besten Zimtschnecken geben soll. Glücklicherweise gab es sogar noch welche, obwohl es kurz vor Ladenschluss war.

Durch das Viertel Amagerbro ging es zurück zum Hotel. Auch dieses Viertel war total cool. Optisch wieder einmal sehr viel bei Bremen abgeschaut. Viele Klinkersteine, Fahrradwege und ein Laden am anderen.
Morgen geht es für die Reisegruppe nach Hause. Was nehmen wir mit? Viele neue Eindrücke, die Erkenntnis, dass Lappland einfach der Knaller war und dass dänisch gar nicht so anders zu lesen ist als deutsch 🙂
